Warum Zwischennutzung in Mainz fördern ?

Vor dem Hintergrund der städtischen Probleme von Mainz – Mangel an günstigem Wohn- und Geschäftsraum sowie fehlende soziokulturelle Entfaltungsräume für die Kunst- und Kreativszene – stellte sich uns die Frage, ob und wie eine verbesserte Nutzung der räumlichen Potentiale in der Stadt durch die Anwendung von Zwischennutzung gelingen könnte. Infolge der von uns beobachteten Praxisbeispiele wurde schnell deutlich, dass eine vernetzende, vertrauensfördernde und informative Instanz vonnöten ist, um die Popularität und die praktische Anwendung von Zwischennutzung zu ermöglichen und aufzubauen. Eine solche verbindende und interagierende Instanz stellt die Schnittstelle5 dar.

Die Schnittstelle5 möchte aktiv an der Stadtentwicklung von Mainz mitwirken. Sie arbeitet eng mit der Kulturabteilung der Stadt Mainz, unter Leitung von Kultur- und Baudezernentin Marianne Grosse, zusammen und wird von der Wohnbau Mainz GmbH unterstützt.

Zwischennutzung als städtisches Entwicklungsinstrument erlangt seit mehreren Jahren stetig an Anerkennung und wird mittlerweile nicht nur in den deutschen Metropolen, sondern auch zunehmend in mittleren Großstädten als effektives Werkzeug angewendet.

Für uns stellt das Konzept der Zwischennutzung erwiesenermaßen ein wichtiges Instrument der Stadtentwicklung dar, welches eine nachhaltige und qualitative Verbesserung des Stadtraumes mit sich bringen kann. Das Ziel unserer ehrenamtlichen Arbeit besteht in der Förderung des Standorts Mainz auf sozialer, kultureller, ökonomischer und ökologischer Ebene. Wir möchten einen sinnvollen Beitrag zu einer nachhaltigen und lebenswerten Stadt Mainz leisten und gleichzeitig neue Wege aufzeigen, wie moderne Kommunikations- und Handlungsfelder in der Beziehung zwischen der Stadt, der Gesellschaft und dem einzelnen Bürger an bestehende Strukturen angeknüpft werden können. Letztlich visiert unsere Arbeit daher eine Ausweitung der öffentlichen Diskussion innerhalb des städtischen Lebensraums an, die den Bedürfnissen der städtischen Bewohner von Mainz Rechnung tragen soll.