Sie haben Fragen zur Zwischennutzung, zu unserem Projekt oder sind einfach nur interessiert?
Wir freuen uns über eine Mail. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

Pressekontakt
Nicola Diehl
info@schnittstelle5.de

 

Pressemeldungen

Mainz, 13.07.2016

Zwischennutzungen können bei Leerstand helfen – der Innenstadt, dem Einzelhandel und den Eigentümern

Aufgrund der aktuellen Situation in der Mainzer Innenstadt, insbesondere im Kirschgarten, appelliert der Verein „Schnittstelle5 – Raum für Stadtentwicklung und urbane Projekte e.V.“ gemeinsam mit Kultur- und Baudezernentin Marianne Grosse sowie Wirtschafts- und Stadtentwicklungsdezernent Christopher Sitte an die Eigentümer von Leerständen, diese für Zwischennutzungen zu öffnen.

„Die Leerstände am Kirschgarten zeigen, dass sich die Stadt und der Einzelhandel im Umbruch befinden. Handel findet nicht mehr nur in der Fußgängerzone statt, sondern vermehrt auch im Internet. Dieser Tatsache müssen wir uns stellen. Um eine lebendige Innenstadt zu erhalten und Leerstände zu vermeiden, können Zwischennutzungen ein wichtiges Instrument sein: Denn wenn die Innenstadt nicht mehr allein Ort des Handels und des Einkaufens ist, müssen neue Konzepte her. Zwischennutzungen sind die schnellste, einfachste und flexibelste Lösung, dies auszuprobieren. Orte für Kunst, Kultur oder soziale Projekte neben Einzelhandelsgeschäften bringen eine vielfältige Stadt im Sinne der „europäischen Stadt” hervor. Dabei profitieren die Einen von den Anderen. Denn Zwischennutzungen bringen Menschen zusammen und auch neue Kundschaft in die Stadt“, so Schnittstelle5.

Das sieht auch Kultur- und Baudezernentin Marianne Grosse so, die sich zusammen mit Schnittstelle5 dafür einsetzt, noch mehr Kultur in die Innenstadt zu holen. „Aufgrund hoher Mieten können sich die Kulturschaffenden, die Künstlerinnen und Künstler oder die vielen sozial engagierten Initiativen in Mainz häufig keine Räume leisten. Für sie kommen nur kostengünstige Nutzungen in Frage, weshalb der Verein Schnittstelle5 als Vermittler nach freien Flächen für verschiedenste Projekte sucht. Ein Leerstand bietet großes Potential für diese Kulturinitiativen – mit wenigen Handgriffen ist aus einem Leerstand ein Ausstellungsraum gemacht. Daher mein Appell an die Eigentümer: Melden Sie Ihre leeren Flächen Schnittstelle5 und seien Sie offen für Zwischennutzungen!“

„Als Liegenschaftsdezernent appelliere ich insbesondere an die Eigentümer der Liegenschaften: Durch die Öffnung Ihres Leerstandes für eine Zwischennutzung tragen Sie Ihren Teil zur Innenstadtentwicklung bei. Neben Räumen für Kunst und Kultur haben wir auch eine große Gründerszene in Mainz. Aber auch die benötigt Raum. Mit einer Zwischennutzung können Sie den Start-ups in Mainz eine Chance geben, ihre Geschäftsideen auszuprobieren. Der Vorteil dabei: Junge Gründer denken Onlinehandel und Digitalisierung bei ihren Geschäftsideen ganz selbstverständlich mit, so dass sie auch langfristig in der Innenstadt bestehen können“, so Sitte.

„Zwischennutzung ist ein wertvolles Stadtentwicklungsinstrument und kann als eine neben vielen weiteren Maßnahmen dazu beitragen, Innenstädte zu beleben. Wir brauchen dieses Konzept – es ist eine Chance, die Mainzer Innenstadt mit Kunst, Kultur und Einzelhandel zu bereichern“, betonen Schnittstelle5, Grosse und Sitte abschließend in ihrem Aufruf an die Eigentümer.

Die Stadt und Schnittstelle5 möchten zukünftig einen Runden Tisch/eine Lenkungsgruppe zum Thema Leerstandsmanagement in Mainz ins Leben rufen.  Dabei soll im Austausch zwischen Eigentümern, Raumsuchenden, Vertretern der Stadt und Schnittstelle5 der Umgang mit Leerstand in Mainz thematisiert werden und das Konzept der Zwischennutzung allen Akteuren näher gebracht werden. Eigentümer und Interessierte können sich melden bei Schnittstelle5, Am Kirschgarten 1, 55116 Mainz, per Mail unter info@schnittstelle5.de.

Infos zum Verein:
Der Verein Schnittstelle5 setzt sich seit über drei Jahren für die Ermöglichung von sozialen und kulturellen Projekten in ungenutzten, leerstehenden Räumen ein und hilft bei der Entwicklung spannender Orte. Er stellt seitdem für viele Gruppen eine erste – und oft die einzige – Anlaufstelle dar. Allerdings hat auch die Schnittstelle5 aktuell keinen Zugriff auf freie und leerstehende Flächen, weshalb der Verein jetzt mit der Stadt Mainz an die Eigentümer von Leerständen appelliert.

 

Mainz, 08.01.2015

Ein Allianzhaus ist nicht genug!

Die Schnittstelle5 fordert verbesserte Strukturen, damit weitere EigentümerInnen ihre leeren Läden für alternative Nutzungen öffnen

Das Jahr 2015 beginnt für den Verein Schnittstelle5 – Raum für Stadtentwicklung und urbane Projekte erfolgreich. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat den MitgliederInnen im Dezember in der Mainzer Staatskanzlei den Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz in der Kategorie „Strukturen und Modelle der Engagementförderung vor Ort“ für ihr Projekt „Zwischennutzung statt Leerstand“ verliehen.

„Die Auszeichnung ist Wertschätzung unserer Arbeit und wir nehmen den Preis als Ansporn weiterzumachen, um noch mehr Leerstände in Mainz zu beleben. Die stadtnahen Gesellschaften zeigen sich bisweilen dazu bereit, ihre leerstehenden Flächen zu öffnen. Wir fordern aber weiterhin, dass von Seiten der Politik und infolge dessen in der städtischen Verwaltung die Strukturen so verbessert werden, dass auch private EigentümerInnen sich veranlasst sehen, ihre leeren Läden oder Büroflächen zu öffnen. Leerstand bringt schließlich weder den BürgerInnen noch dem Stadtbild von Mainz etwas!“, so die Mitglieder der Schnittstelle5.

Der Verein hat seit Beginn seiner Arbeit im Mai 2013 bereits mehr als 30 unterschiedlichen Projekten Räume vermittelt. Seit Frühjahr 2014 konnte dies auch in den begehrten Räumen des ehemaligen Allianzhauses in der Großen Bleiche 60-62 neben dem Kulturklub schonschoen erreicht werden. Hier fanden Theatervorführungen, Ausstellungen, Performances sowie eine Konferenz statt. „Das Allianzhaus ist ein tolles Beispiel, wie leere Flächen Raum für die BürgerInnen von Mainz bieten und gleichzeitig das kulturelle Angebot ungemein bereichern. Das ehemalige Allianzhaus mausert sich so langsam zum Kulturhaus!“, freut sich der Verein.

„Aber: Ein Allianzhaus ist nicht genug! Weit mehr Flächen in Mainz sollten in diesem Sinne bespielt werden“, fordert die Schnittstelle5. Als Leerstände, die dem Mainzer Verein ein „Dorn im Auge“ sind, sei beispielsweise auf das ehemalige Ladengeschäft von Radio Bauer an der Ludwigsstraße, aber auch auf den Osteiner Hof am Schillerplatz, sowie nach wie vor auf langjährige Problemleerstände wie das Hotel Eden am Hauptbahnhof hingewiesen. Doch auch viele kleine Ladenflächen stellen Möglichkeitsräume dar, so die Schnittstelle5, der Bedarf sei definitiv vorhanden.

Die Anfragen kommen von Raumsuchenden, die privat, als Verein oder in einer losen Gruppe Theaterstücke, Ausstellungen oder andere Projekte realisieren möchten. Viele Gesuche kommen auch von der Hochschule Mainz und der Kunsthochschule. Scheinbar müssen auch öffentliche Einrichtungen auf das ehrenamtliche Engagement des Vereins zurückgreifen. Das sieht die Schnittstelle5 kritisch, da solche Bildungseinrichtungen eigene (räumliche) Strukturen für ihre Studierenden etablieren müssten.

Seit kurzem gibt es für Mainz die Internetpräsenz „Leerstandsmelder Mainz“ (www.leerstandsmelder.de/mainz). Hier kann jede/r nach einmaligem Anmelden Leerstände eintragen. Mittels dieser Plattform wird deutschlandweit die jeweilige Leerstandssituation einer Stadt abgebildet. Die Schnittstelle5 hatte den Leerstandsmelder im Oktober 2014 nach Mainz geholt und auf ihrer Konferenz „Strategien der Öffnung und Nutzung von Leerständen“ vorgestellt. Auch für Wiesbaden geht der Leerstandsmelder nun an den Start.

Hier geht es zur Pressemitteilung als PDF-Datei.

Die Schnittstelle5 // Raum für Stadtentwicklung und urbane Projekte e.V. ist ein interdisziplinäres Kollektiv aus neun stadt- und kulturinteressierten Menschen und arbeitet als eingetragener, gemeinnütziger Verein mit dem Konzept der Zwischennutzung.

Pressekontakt
Nicola Diehl,
nicoladiehl@schnittstelle5.de
# 0177 – 7438324

 


 

Mainz, 08.07.2014

‚Schnittstelle5’ zieht Bilanz: 15 Zwischennutzungen realisiert –  Kooperation mit der Stadt läuft nur mangelhaft

Rund 15 Zwischennutzungen binnen eines Jahres konnte die Schnittstelle5 – Raum für Stadtentwicklung und urbane Projekte e.V. bereits realisieren. Derzeit laufen drei temporäre Kulturprojekte in Leerständen: Im Atrium der Markthäuser stellt seit Mitte Juni der Künstler Markus Reintgen seine Fotografien über Mainz in einem ehemaligen Blumenladen aus. Wenige Meter weiter präsentiert der Maler Frank Carlguth seine Bilder in einem leer stehenden Schaufenster. Sehr bewegt zeigt sich die dritte Zwischennutzung: die Theatergruppe Blauer Stern hat in einem Leerstand in Weisenau für sechs Monate ihr Trainingsquartier bezogen. Hier finden regelmäßig Proben für Theaterstücke statt.

„Mit allen unseren Projekten konnten wir tote, leere Orte mit Leben füllen und den Bürgern Raum für ihre Ideen geben. Dort, wo jetzt Bilder im Atrium der Markthäuser hängen, hatte sich gähnende Leere breit gemacht. Jetzt betrachten Besucher statt kahler weißer Wände spannende Fotografien und farbige Landschaftsbilder. Das belebt die Stadt und die Künstler freuen sich über die Möglichkeit, ihre Kunst den Bürgern zu zeigen. Hier zeigt sich: Das Konzept der Zwischennutzung verbindet Stadtentwicklung und Kulturförderung perfekt“, erklären die Macher der Schnittstelle5.

Kritik übt der Verein an der Stadt. „Die Kommunikation mit den Ämtern funktioniert nursehr zäh. Hier haben wir uns nach vielen Gesprächen und Diskussionen mehr erwartet. Viele Zwischennutzungen scheitern daran, dass wir von leer stehenden städtischen Liegenschaften nichts erfahren und weil die Kommunikationskanäle innerhalb der Stadtverwaltung für das Thema Zwischennutzung nicht effektiv organisiert sind. Es fehlt an klaren Ansprechpartnern und eingespielten Abläufen“, beklagt der Verein. Einige Zwischennutzungen sind aus diesem Grund gescheitert.

Nach einem Jahr aktiver Vereinsarbeit, ziehen die Macher der Schnittstelle5 Bilanz: „Es ist viel passiert im letzten Jahr. Wir waren auf Veranstaltungen eingeladen, haben Vorträge zum Thema Leerstand und Zwischennutzung gehalten. Wir haben Leerstandspaziergänge gemacht und über unsere Anliegeninformiert. Wir sind in Gesprächen mit verschiedenen Immobilienbesitzern, konnten einige Leerstände bespielen und das Thema Zwischennutzung ist stärker auf die Agenda gerückt. Aktuell gibt es beispielsweise eine Zwischennutzung im ehemaligen Samen Kämpf. Hier waren wir nicht beteiligt, aber es freut uns, dass sich immer mehr Eigentümer Zwischennutzungsprojekten gegenüber offen zeigen. Gleichzeitig ist noch viel Überzeugungsarbeit nötig. Es gibt neue Leerstände, die das Stadtbild traurig erscheinen lassen –kulturelle Zwischennutzung muss hier eine Option sein. Sie bietet vielen Initiativen und allen Bürgern Raum, sich auszuprobieren!“

Infos zur Schnittstelle5 – Raum für Stadtentwicklung und urbane Projekte e.V.

Leerstand beleben – das ist das Ziel der ehrenamtlich arbeitenden Schnittstelle5. Der Verein stellt sich der Herausforderung, in Mainz Leerstand und Kultur zusammenzubringen, um Zwischennutzungsprojekte umzusetzen.

 


 

Mainz, 02.05.2013
Zwischennutzung als Ziel: Initiative “Schnittstelle5” nimmt Arbeit auf, Pressemitteilung der Landeshauptstadt Mainz (02.05.2013)

 


 

Mainz, 15.02.2013

‚Schnittstelle5’ möchte zwischen Ladenbesitzern und raumsuchenden
Kulturschaffenden vermitteln – Aufbau eines Zwischennutzungsbüros geplant

Leerstand beleben – das ist das Ziel des ehrenamtlich arbeitenden Vereins Schnittstelle5, Büro für
Stadtentwicklung und urbane Projekte. Die freie Arbeitsgruppe stellt sich der Herausforderung, in Mainz
Leerstand und Kulturschaffende zusammenzubringen. Sie möchte Zwischennutzung in Mainz etablieren.
Dabei besteht die Aufgabe der Schnittstelle5 insbesondere darin, zwischen Besitzern leer stehender Räumlichkeiten
und den Raumsuchenden zu vermitteln, sich mit beiden Seiten an einen Tisch
zu setzten und einen Zwischennutzungsvertrag zu vereinbaren. Per Zwischennutzungsvertrag gestattet
der Eigentümer den Zwischennutzern über einen gewissen Zeitraum seine leerstehenden Räume
kostengünstig zu nutzen. Der Mietbetrag bei Zwischennutzungen entspricht zu Beginn des
Zwischenmietverhältnisses lediglich der Höhe der laufenden Nebenkosten oder einer geringen,
vereinbarten Pauschale. Ziel und Zweck der Zwischennutzung ist ein Raumangebot für Kulturschaffende
und Kreative mit geringem, finanziellen Budget zu schaffen.
Zwischennutzung wird bereits in vielen anderen deutschen Städten als Stadtentwicklungsinstrument
eingesetzt, um einerseits Ladenleerstände zu beleben und andererseits freien Kulturinitiativen und
jungen Kreativschaffenden eine Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren und eigene Ideen zu
verwirklichen. Damit leisten Zwischennutzungen gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur
Stadtentwicklung und – belebung, sie prägen das Stadtbild positiv.
Die Schnittstelle5 setzt sich zusammen aus fünf Mainzer Freunden und Absolventen der Geographie. Alle
haben sich während ihres Studiums an der Universität Mainz mit Fragen der Stadtentwicklung
auseinandergesetzt. Das grundlegende Interesse der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung städtischer
Räume, im Besonderen die Stadtentwicklung von Mainz. Vor dem Hintergrund des Mangels an Wohn- und
Geschäftsraum sowie fehlender soziokultureller Entfaltungsräume für die Kunst- und Kreativszene in
Mainz, ist es ihr Ziel die Mainzer Stadtkultur zu beleben, Freiräume zu schaffen für freie Kulturinitiativen
und die Kreativwirtschaft.

 

Presseartikel

Kreatives Wirtschaften?, ZWISCHENZEIT (07.01.2014)

Presseartikel zur Eröffnung der Schnittstelle5 am Kirschgarten 1 in der Mainzer Altstadt, Mainzer Rhein-Zeitung (06.05.2013)

Raum-Zwischennutzungsagentur “Schnittstelle5″ eröffnet am 5.5., Sensor Magazin (02.05.2013)

Interview mit Dezernentin Grosse zur “Raumnot in Mainz”, Allgemeine Zeitung (05.01.2013)